Die Modeindustrie und seine Trends vermitteln uns, dass wir ständig Neues brauchen-dabei wird jedes fünfte Kleidungsstück so gut wie nie getragen. Die Kleidung kaufen wir zu niedrigen Preisen, doch die für uns unsichtbaren Kosten für Umwelt und Menschen, vor allem im globalen Süden sind dafür enorm. Wie lassen sich existenzsichernde Löhne und Umweltstandards durchsetzen? Bedarf es dafür gesetzliche Regelungen oder kann dies der Markt regeln? Die Entwicklungspolitischen Diskussionstage, derzeit eine Webinarveranstaltung, die das Seminar für Ländliche Entwicklung in Kooperati-on mit der Heinrich-Böll-Stiftung jährlich veranstaltet, nahm den deutschen Gesetzesentwurf für ein Lieferkettengesetz (LKG) zum Anlass, die Debatte um gesetzlich verbindliche Sorgfaltspflichten erneut auf den Prüfstand zu stellen. Kurz nach der Veranstaltung beschloss der Bundestag das Gesetz. Das vorliegende Dokument fasst die Podiumsdiskussion mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Zivilge-sellschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Dabei stellt es Vorteile und Risiken des Gesetzes und solche von Zertifizierungsansätzen dar und geht der Frage nach, inwieweit sich beide Instrumente ergänzen könnten.
Des Kaisers faire Kleider—mit Siegeln und Sorgfaltspflicht zu mehr Nachhaltigkeit?
Authors
Klingler, Rickie, Cornelius Krüger, Margitta Minah
Type of publication
Study
Status
Type of projcect
Edition and year
2022
DOI
10.13140/RG.2.2.30926.47681
Language
German
Country
Link to project
https://www.researchgate.net/publication/359440055_Des_Kaisers_faire_Kleider_-_mit_Siegeln_und_Sorgfaltspflicht_zu_mehr_Nachhaltigkeit
