Spätestens seit der 2010 erschienenen McKinsey-Studie über die „African Lions on the Move“ hat das westliche Bild von Afrika eine deutlich positivere Konnotation erhalten. Afrika wird nicht mehr aus- schließlich als ein von Armut, Hunger, Korruption und Epidemien geplagter Kontinent, sondern viel- mehr als ein neuer wirtschafts- und entwicklungspolitischer Hoffnungsträger gesehen. Als Beleg für diese verheißungsvolle Sichtweise werden die seit einiger Zeit konstant hohen Wirtschaftswachstumsraten in vielen afrikanischen Ländern angeführt. Betrachtet man den Afrika-Hype jedoch aus einer differenzierten und an Nachhaltigkeit orientierten Perspektive, ist festzustellen, dass das Wachstum weder ökologisch nachhaltig noch breitenwirksam ist und daher nur bedingt zur Armutsminderung beitragen kann. Die grundlegenden Probleme vieler afrikanischer Länder – wie z.B. fragile Staatlich- keit, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, Exportorientierung, geringe wirtschaftliche Diversifizie- rung und hohe Arbeitslosigkeit – bleiben somit bestehen. Dennoch gibt es sinnvolle Ansatzpunkte für eine kontextgerechte nachhaltige Entwicklung der afrikanischen Länder. Die Verantwortung für deren Umsetzung liegt sowohl auf dem afrikanischen Kontinent als auch in Ländern des globalen Nordens.
Another BRICk in the wall?
Bausteine für eine nachhaltige Entwicklung Subsahara-Afrikas
Authors
Davidson, Julia, Yana Tumakova
Type of publication
Study
Status
Type of projcect
Edition and year
2014
DOI
Language
German
