Blended Learning

Konzept für ein digital-präsentisches Lehren und Lernen im SLE STUDIUM

Das Papier gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Literatur im Bereich E-Learning mit besonderem Fokus auf Blended Learning. Es werden gängige Modelle des Blended Learning in der Hochschulbildung dargestellt und daraufhin geprüft, inwieweit sie sich für ein digital-präsentisches Format am SLE eignen. Die Erfahrungen aus der digitalen Lehre des 58. Lehrgangs und der Trainer*innen im Jahr 2020 werden analysiert und für die Konzeption eines auch post-COVID-19 nutzbaren Blended Learning-Formates herangezogen. Als theoretischer Rahmen dient das 5-Stufen-Modell von Gilly Salmon, das die Aspekte Zugang, Motivation, Vertrauensbildung, Wissensaustausch, Wissenskonstruktion sowie Selbstorganisation und persönliche Entwicklung systematisch berücksichtigt. Die Analyse zeigt, dass Blended Learning dem praxis- und teamorientierten Lernen am SLE besser entspricht als rein digitale Formate und somit bevorzugt werden sollte. Empfohlen wird insbesondere das Modell des Blended Synchronous Learning, bei dem Teilnehmende sowohl in Präsenz als auch digital zeitgleich an Kursen teilnehmen können. Dabei spielen technische Ausstattung, didaktische Planung sowie die Förderung digitaler Kompetenzen eine zentrale Rolle. Interaktive Methoden, regelmäßige virtuelle Treffen und gezielte Sozialformate stärken die Gruppendynamik und beugen digitaler Isolation vor. Die COVID-19-Pandemie führte zu einem Umdenken hin zu hybriden Lehrformaten, deren Elemente auch über die Pandemie hinaus relevant bleiben. Blended Learning bietet die Chance, digitale und analoge Lehre sinnvoll zu verbinden und den Kern des SLE – anwendungsorientiertes Lernen im Team – auch unter veränderten Rahmenbedingungen zu sichern.

Diekjürgen, Diana, Margitta Minah