Die Ernährung einer stetig wachsenden Bevölkerung zu sichern, stellt vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer vor große Herausforderungen. Denn wir haben es dabei mit gegenläufigen Ent- wicklungen zu tun: Neben der Notwendigkeit, die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, ver- knappen sich die natürlichen Ressourcen (z.B. Boden und Wasser) und die weltweiten Auswirkun- gen des Klimawandels wirken der landwirtschaftlichen Produktivität entgegen bzw. erhöhen das Produktionsrisiko. Insbesondere in ärmeren Regionen führen Extremwetterereignisse und anhaltende Dürren wieder zu mehr Hunger und Armut in bestimmten Regionen Afrikas und zu einem massenhaften Viehsterben. Als übergeordnete Lösungsstrategie findet die sogenannte „Grüne Ökonomie“ vermehrt Zuspruch, bei der Wachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden soll. In der Landwirtschaft sollen „klimaintelligente“ Ansätze die Probleme lösen. Die UN- Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) propagiert deshalb seit 2010 das Modell der Climate-Smart Agriculture (CSA). Es verspricht die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu reduzieren und die Anpassung an die wachsende Unvorhersehbarkeit von Wetterereignissen gleichzeitig zu erhöhen. Neue und nachhaltige landwirt- schaftliche Methoden sollen so zu einer besseren Ernährungssicherung führen. Aber kann das Mo- dell tatsächlich halten, was es verspricht?
Das Landwirtschaftsmodell der Grünen Ökonomie
Wie smart ist Climate-Smart Agriculture wirklich?
Authors
Gottmann, Annika, Malte Schümmelfeder, Diana Diekjürgen, Wiebke Thomas
Type of publication
Study
Status
Type of projcect
Edition and year
2017
DOI
Language
German
