Entwicklungsmotor oder Kolbenfresser?

Europas neuer Freihandel und Afrikas Agrarmärkte

Die Europäische Union (EU) verhandelt seit über zwölf Jahren mit Regionalgruppierungen in Afrika die sogenannten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreements, EPAs). Diese Freihandelsabkommen sind dem Ziel der nachhaltigen Entwick- lung verpflichtet und sollen das bisher geltende Handelsregime ersetzen, in dem die EU ihren Partnern seit deren Unabhängigkeit unilateral offenen Marktzugang als Sonderrecht gestattet. Inwiefern die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen als ein Instrument für nach- haltige Entwicklung in afrikanischen Staaten verstanden werden können, wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Befürworter sehen in diesen Abkommen ein Mittel zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Stärkung der gegenseitigen Partnerschaft. Gegner führen an, dass solche Freihandelsabkommen die selbstbestimmte Entwicklung afrikani- scher Staaten lähmen und die Existenz vieler kleinbäuerlicher Betriebe gefährden.

Fichtl, Moritz, Elena Barth, Nicolas Garz, Patric Hehemann, Manuel Risch, Rebecca Younan, Sophia-Marie Zimmermann