Ökologische Nachhaltigkeit in African Initiated Churches

Viele African Initiated Churches schätzen die umweltbezogenen Entwicklungsziele im Vergleich mit anderen Entwicklungszielen wie Bildung oder der Bekämpfung von Armut bislang als nachrangig ein. Gleichzeitig zeigt sich, dass sie sich mit ökologischen Problemen da befassen, wo ihre Mitglieder direkt von umweltbedingter Armutssteigerung betroffen sind. Die Kirchen wählen daher häufig einen pragmatischen Ansatz im Umgang mit Klimawandel und anderen Umweltzerstörungen, zum Beispiel in Form von Landwirtschafts- oder Aufforstungsprogrammen. Die Literatur legt zudem nahe, dass African Initiated Churches kontextuelle theologische Perspektiven auf Ökologie haben, die im postkolonialen Entwicklungsdiskurs neue Aspekte nachhaltiger ökologischer Entwicklung aufzeigen können. Unter den Kirchen ist ein wachsendes Interesse an Wissen über Umwelt und Klimawandel zu verzeichnen. Die Bereitstellung solchen Wissens wäre ein Anknüpfungspunkt für die internationale Entwicklungspolitik.

Öhlmann, Philipp, Juliane Stork