Für soziale und wirtschaftliche Entwicklung braucht es Energie. Doch mehr als eine Milliarde Menschen leiden unter Energiearmut, das heißt, sie haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Energie. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität, Bildungschancen und Einkommensmöglichkeiten und stellt somit ein Entwicklungshemmnis dar. Der Aufbau einer umfassenden Energieversorgung, insbesondere durch erneuerbare Energien ist daher auch in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen im Nachhaltigkeitsziel 7 (SDG 7) „Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitge- mäßer Energie für alle sichern“ verankert. Um einen universellen Zugang zu Energie zu ermöglichen, fehlt es allerdings vor allem in Ländern Afrikas südlich der Sahara an Investitionen für den notwendigen Infrastrukturaufbau. Kooperationen staatlicher und privatwirt- schaftlicher Akteure, sogenannte Public Private Partnerships (PPPs), sind daher ein oft genutztes Mittel, um die Finanzierungslücke zu schließen. Allerdings ist dieses Modell umstritten, da befürchtet wird, dass privatwirtschaftliche über nationale Interessen gestellt werden könnten. Aufgrund der häufig fehlenden staatlichen Finanzmittel, ist es nötig, den Privatsektor im Rahmen verschiedener bewährter Modelle einzubeziehen. Dies schließt auch gemeindebasierte Eigen- initiativen ein, die einer Dominanz von privaten Interessen entgegenwirken.
Power to the Private Sector?
Die Rolle von Public-Private-Partnerships im afrikanischen Energiesektor
Authors
Frercksen, Nadja, Christian Kramer
Type of publication
Study
Status
Type of projcect
Edition and year
2020
DOI
Language
German
