Urbane Landwirtschaft in Maputo und Kapstadt

Urbane Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahren weltweit an Beachtung gewonnen. Im Glo- balen Süden dient sie hauptsächlich der Verbesserung der Ernährungsqualität und Einkommensge- nerierung. Durch ihren Fokus auf Obst und Gemüse kann sie besondere Bedeutung für die Diversifi- zierung der Ernährung und die Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen haben. Um diese Funktionen ausfüllen zu können, bedarf es einer systematischen Integration urbaner Landwirtschaft in Stadtpolitik und -entwicklung. In afrikanischen Städten ist dies aber eher die Ausnahme. Stadt- entwicklungspolitik und Forschung, so auch das Projekt UFISAMO, das seit 2016 vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird, erforschen daher, wie die Vorteile städtischer Landwirtschaft gestärkt und ihre Risiken, z.B. kontaminierte Böden oder verschmutztes Wasser, reduziert werden können. UFISAMO-Forschungsstandorte sind Maputo (Mosambik) und Kapstadt (Südafrika) – Städte mit sehr verschiedenen Bedingungen und unterschiedlicher Praxis urbaner Landwirtschaft. Erste Analysen zu Gemüse- und Geflügel-Wertschöpfungsketten wurden realisiert. Ausgewählte Ergebnisse zu den Produzenten, zum Anbau und zur Vermarktung von Gemüse wer- den im Folgenden dargestellt. Weitere Schritte 2017 sind die Erhebung von Forschungsdaten, die Durchführung von Szenario-Workshops, die die zukünftige Rolle urbaner Landwirtschaft in beiden Städten aufzeigen sollen sowie 2018 die exemplarische Umsetzung von Ergebnissen in die Praxis.

Dolch, Erik, Dr. Karin Fiege, Anja Kühn, Matthias Schmidt